Ein hintersinnig bayerischer Mundartmusiker... des is er,
der Thon Andi. Seine Musik ist einfühlsam, erdig, emotional, einfach: BAYERISCH GUT!. Die bayerischen Texte treffen mitten ins Herz.
Bis vor gar nicht allzu langer Zeit wurde man als Musiker milde belächelt, wenn man öffentlich bekannte, dass man sich Pop-Musik gepaart mit süddeutscher Mundart verschrieben hat. Lederhose, Volksmusik, das waren die Klischees, mit denen man vor allem von Bewohnern jenseits des Weißwurst-Äquators konfrontiert wurde. Doch spätestens seit sich moderne Bajuwaren wie Hans-Jürgen Buchner alias Haindling, Werner Schmidbauer oder Claudia Koreck in der Musikszenerie vorstellten, ist das Vorurteils-Gelächter verstummt, moderne bayerische Volksmusik - also Musik fürs Volk im besten Sinne des Wortes - wurde als das wahr genommen, was sie ist: authentisch, ehrlich und randvoll mit Emotionen.
Exakt diesen Anspruch verfolgt der Regensburger Andi Thon, seit etlichen Jahren mit Familie am Ammersee zu Hause, mit seiner Musik. Zusammen mit seiner Ehefrau, seinem Schwager und zwei Kreativpartnern, die laut Thon “zur Familie gehören, obwohl sie nicht im Stammbaum auftauchen”, hat er im Frühling 2010 den selbst ernannten “Familienbetrieb” ANDI THON & Band ins Leben gerufen.
Bereits Anfang 2011 hatte die Gruppe unter eher einfachen technischen Verhältnissen gut ein Dutzend Songs aufgenommen. Ende 2011 schließlich hat man unter Regie des süddeutschen Erfolgsproduzenten Jochen Müller (u. a. Vanessa Amorosi, Snoop Dogg), der seit Jahren in Australien residiert, die EP “Hoamsinnig“ aufgenommen. Gerade mal fünf Lieder sind darauf zu hören, doch auf diesen so eindringlichen wie abwechslungsreichen Titeln ist schon die immense Bandbreite von ANDI THON & Band zu bewundern.
Ob das federleicht-luftige Titellied “Hoamsinnig“, das von beschwingtem Merengue und Reggae infizierte “Jetzt is soweit“, das als erste Single ausgekoppelt werden wird, die wehmütig-sensible Ode an die ewige Freundschaft namens “Freund fürs Leben“, das heimelig-romantische “Kaffee mit Dir“ und zum krönenden Abschluss die wuchtig-leidenschaftliche Ballade “Einsam werdn ma alt“ - auf gerade mal 20 Minuten Spielzeit beweisen ANDI THON & Band eindrucksvoll, wie abwechslungsreich Mundart-Pop von heute klingen kann, wie optimistisch, nachdenklich, verträumt, aufbauend, kurz: wie unvergleichlich und unverzichtbar. Und ist damit ein perfekter Vorgeschmack auf das nächste Album, an dem gerade fieberhaft gearbeitet wird.




